PINOTAPE Anleitung: Plantarfasziitis tapen

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Eine Plantarfasziitis zählt zu den häufigsten Ursachen für Schmerzen in der Fußsohle und im Bereich der Ferse. Besonders Menschen, die viel stehen, laufen oder Sport treiben, sind betroffen. 

 

Neben konservativen Behandlungsmaßnahmen wie Schonung oder Physiotherapie kann auch das Tapen der Fußsohle eine Unterstützung für Betroffene sein. Wir zeigen dir in unserer ausführlichen Videoanleitung wie auch du eine Plantarfasziitis Schritt für Schritt tapen kannst.

Unsere Tape-Anleitung zur Unterstützung des Fußgewölbes

Produkte, die wir im Video verwenden:

PINOTAPE Jubiläumslogo
Kinesiologie Tape PINOTAPE Sport mit Anker-Motiven
PINOTAPE Sport red
Fiskars® Spezial Schere
anleitung

Anleitung

Tape-Anlage zur Behandlung der Plantarfasziitis

Benötigt:

I-Zügel

1 x I-Zügel

I-Zügel

6-10 x I-Zügel
(max. 10 cm)

PINO Fiskars-Schere

Fiskars Schere

Anleitung

Benötigt:

l-Zügel Kinesiologie-Tape

1 x I-Zügel

l-Zügel Kinesiologie-Tape

6 - 10 x l-Zügel (max. 10 cm)

PINO Fiskars-Schere

Fiskars Schere

Ausgangssituation: Der Patient liegt auf dem Bauch und winkelt das betroffene Bein zu einem 90° Winkel an. Der Fuß wird ebenfalls angewinkelt, sodass eine gewisse Vorspannung vorhanden ist.

  1. Den ersten I-Zügel misst du von der Ferse bis zum Fußballen ab. Runde die Ecken des Tapstreifens ab und lege ihn möglichst faltenfrei und ohne großen Zug auf der Fußsohle an.


  2. Nun brauchst du je nach Fußgröße 6-10 kleine I-Zügel. Auch bei diesen rundest du die Ecken jeweils ab. Technik: Du legst die Basis wegverlaufend in einem 45° Winkel zur Fußsohle ohne Zug auf, ziehst das Tape mit maximalem Zug über die Fußsohle und lässt es dann auf der anderen Seite ohne Zug auslaufen.


  3. Nimm nun das zweite kurze Tape und gehe genauso von der anderen Seite beginnend vor. Fixiere den Tapestreifen also ohne Zug an der Fußkante, ziehe ihn mit maximalem Zug über die Fußsohle und lasse ihn dann auslaufen. Das wiederholst du nun mit den restlichen Zügeln, jeweils überlappend.

    Hinweis: DIe Anlage kann nicht nur bei Entzündungen / Reizungen eingesetzt werden, sondern auch bei Sportlern, die mehr Spannung im Fußgewölbe haben wollen oder auch bei Fußdeformitäten allgemein.

Was ist eine Plantarfasziitis?

Die Plantarfasziitis bezeichnet eine Entzündung bzw. eine Reizung der sogenannten Plantarfaszie. Dabei handelt es sich um ein kräftiges, bindegewebiges Band an der Fußsohle, das vom Fersenbein bis zu den Zehen verläuft.

 

Die Struktur erfüllt wichtige Aufgaben:

stabilisiert des Fußgewölbes
unterstützt beim Abrollen des Fußes
dient als Stoßdämpfung bei Belastung

Ursachen für eine Plantarfasziitis

Die Hauptursache liegt in einer Überbelastung der Fußsohle. Bei jedem Schritt spannt sich die Plantarfaszie an, um das Fußgewölbe zu stabilisieren. Besonders hoch ist die Belastung dabei am Ansatzpunkt unter der Ferse. Kommt es hier zu langanhaltender sowie wiederholter starker Beanspruchung oder fehlender Regeneration entstehen kleine Risse im Gewebe. Diese Mikroverletzungen führen häufig zu einer Entzündung, die sich dann in Form von Schmerz bemerkbar macht.

 

Bei der Entstehung spielen häufig mehrere Auslöser zusammen:

Übermäßige Belastung beim Sport
Langes Stehen im Alltag oder Beruf
Ungeeignetes oder falsches Schuhwerk
Verkürzte Wadenmuskulatur oder Achillessehne
Plötzliche Steigerung der Trainingsintensität ohne ausreichendes Training

Einige weitere Risikofaktoren können die Wahrscheinlichkeit ebenfalls erhöhen, an einer Plantarfasziitis zu erkranken:

Fußfehlstellungen (Knickfuß, Plattfuß, Hohlfuß)
Starkes Übergewicht
Höheres Alter (verminderte Elastizität der Sehnen)
Erkrankungen wie Gicht, Arthritis oder Morbus Bechterew

Symptome einer Plantarfasziitis

Die Symptome einer Plantarfasziitis entwickeln sich meist schleichend und werden anfangs häufig unterschätzt. Typisch ist ein stechender oder ziehender Schmerz in der Fußsohle, vor allem im Bereich der Ferse. Besonders charakteristisch sind sogenannte Anlaufschmerzen, die nach längeren Ruhephasen auftreten, beispielsweise morgens nach dem Aufstehen oder nach längerem Sitzen. Zu Beginn der Erkrankung lässt der Schmerz bei Bewegung oft nach (das sog. “Einlaufen“). Im weiteren Verlauf kann sich das jedoch umkehren, sodass die Beschwerden bei längerer Belastung wie Laufen, Gehen oder Stehen wieder zunehmen.

Behandlung

In den meisten Fällen heilt eine Plantarfasziitis sogar ohne invasive Maßnahmen. Allerdings braucht der Heilungsprozess Zeit und Geduld, da die Regeneration des Gewebes mehrere Wochen bis Monate dauern kann. Wichtig ist allerdings nicht nur, dass die Beschwerden frühzeitig erkannt werden, sondern auch, dass die auslösende Belastung direkt reduziert und eine geeignete Therapie eingeleitet wird.

 

Die Behandlung setzt in der Regel auf konservative Maßnahmen. Ziel ist es, die Entzündung zu reduzieren und die Fußsohle zu entlasten.

1. Belastung reduzieren

- Belastung verringern, aber nicht komplett ruhen
- Stoßintensive Sportarten pausieren, gelenkschonende Alternativen nutzen

2. Schmerzen lindern

- Fuß kühlen
- entzündungshemmende Maßnahmen, Schmerzmittel nach ärztlicher Rücksprache

3. Dehnen & kräftigen

- Waden dehnen
- Fußsohle mobilisieren
- Fußmuskeln stärken
- Zehenübungen für das Fußgewölbe

4. Physiotherapie

- Bewegungsabläufe verbessern
- Dysbalancen ausgleichen

5. Geeignetes Schuhwerk

- Dämpfung und Fußgewölbeunterstützung beachten
- Dharte Sohlen vermeiden
- bei Bedarf Einlagen

Bei anhaltenden Beschwerden kann zusätzlich eine Stoßwellentherapie oder die Behandlung mit Kortison in Betracht gezogen werden. Wird die Plantarfasziitis nicht ausreichend behandelt, kann sich langfristig ein Fersensporn entwickeln.

Wie kann Kinesiologie Tape bei Plantarfasziitis helfen?

Das Tapen der Plantarfasziitis stellt eine unterstützende Maßnahme innerhalb der Behandlung dar und kann dazu beitragen, die Beschwerden im Alltag und beim Sport zu reduzieren. Ein elastisches Kinesiotape wird dabei entlang der Fußsohle und über das Fußgewölbe angebracht, sodass die natürliche Funktion des Fußes unterstützt wird, ohne die Beweglichkeit einzuschränken. Durch diese Form der Anwendung kann das Tape helfen, die Spannung auf die gereizte Plantarfaszie zu verringern und das Fußgewölbe zu stabilisieren.

*Die Annahme einer Wirkung beruht auf möglichen Tendenzen in Studien, sehr vielen Einzelfallberichten und Erfahrungswerten. Sie gilt nicht als evidenzbasiert. Ebenso ist die Wirkweise bisher rein hypothetisch. Der Einsatz unserer Kinesiologie Tapes und Sporttapes ersetzt keinen Besuch beim Arzt, Physiotherapeuten oder anderen medizinischen Experten.

Häufig gestellte Fragen

Die Plantarfaszien sind kräftige bindegewebige Sehnenplatten an der Fußsohle, die vom Fersenbein bis zu den Zehen verlaufen. Sie stabilisieren das Fußgewölbe, wirken als Stoßdämpfer beim Gehen und Laufen und helfen, die Kräfte beim Abrollen des Fußes gleichmäßig zu verteilen. Eine Überlastung der Plantarfaszie kann zu Schmerzen in der Ferse und Fußsohle führen, die als Plantarfasziitis bekannt sind.

Ja, meist heilt sie mit konservativen Maßnahmen wie Schonung, Dehn- und Kräftigungsübungen, geeignetem Schuhwerk und Physiotherapie innerhalb von Wochen bis Monaten aus.

Das Tape kann das Fußgewölbe stabilisieren, die Belastung der Plantarfaszie reduzieren und kann das Schmerzempfinden bei Bewegung verringern. Es unterstützt die Therapie, ersetzt aber keine Behandlung.

Die Beschwerden können mehrere Wochen bis Monate anhalten. Geduld, konsequente Therapie und unterstützende Maßnahmen wie Tape können den Heilungsprozess beschleunigen.

Schonender Sport wie Radfahren oder Schwimmen ist in vielen Fällen möglich. Laufen oder andere stoßintensive Aktivitäten sollten bis zur Besserung reduziert werden. Halt hierzu bestenfalls Rücksprache mit einem Arzt oder Therapeuten.

Autorenbild Carsten

Carsten Boss - Unser Experte für
Kinesiologie Tape

Autorenbild Carsten

Carsten Boss - Unser Experte für Kinesiologie Tape

Carsten zählt zu Europas führenden Kinesiologie Tape Spezialisten und hat seit 1998 über 15.000 Physiotherapeuten ausgebildet. Im direkten Austausch mit Therapeuten und Patienten entwickelt er kontinuierlich neue PINOTAPE-Anlagen für verschiedenste Krankheitsbilder und verbessert so die Lebensqualität seiner Patienten.

 

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Carsten zählt zu Europas führenden Kinesiologie Tape Spezialisten und hat seit 1998 über 15.000 Physiotherapeuten ausgebildet. Im direkten Austausch mit Therapeuten und Patienten entwickelt er kontinuierlich neue PINOTAPE-Anlagen für verschiedenste Krankheitsbilder und verbessert so die Lebensqualität seiner Patienten.

 

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