PINOTAPE Anleitung: Kniearthrose (Gonarthrose) tapen

Bei der Diagnose Arthrose im Knie, auch Gonarthrose genannt, handelt es sich um eine der häufigsten Gelenkerkrankungen weltweit. Genauer gesagt ist es eine degenerative Abnutzungserkrankung des Kniegelenks, die primär durch den fortschreitenden Knorpelschwund gekennzeichnet ist. Hauptursache für Arthrose ist ein Verschleiß und eine Abnutzung der schützenden Knorpelschicht um das Kniegelenk. Ist dieser Knorpel erst einmal abgetragen, reiben die Knochen auf Knochen.

 

Das kann tiefgreifende Schmerzen im Gelenk und eine deutliche Einschränkung der Lebensqualität mit sich bringen. Am häufigsten betroffen sind Personen im höheren Alter, durch übermäßige Belastung können arthrotische Veränderungen jedoch auch schon früher auftreten. Umso wichtiger ist es gerade bei solchen Beschwerden, aktive Maßnahmen zur Linderung und Unterstützung zu ergreifen. Neben einigen operativen und konservativen möglichen Maßnahmen kann hier auch eine Anlage mit Kinesiologie Tape eine wertvolle Hilfe bieten. Wir zeigen euch Schritt für Schritt, wie genau diese Anlage funktioniert.

Unsere Tape-Anleitung zur Entlastung des Kniegelenks

Produkte, die wir im Video verwenden:

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anleitung

Anleitung

Tape-Anlage zur Entlastung bei arthrotischen Veränderungen im Knie

Benötigt:

l-Zügel Kinesiologie-Tape

2 x l-Zügel

Y-Zügel PINOTAPE

2 x Y-Zügel

PINO Fiskars-Schere

Fiskars Schere

Benötigt:

l-Zügel Kinesiologie-Tape

2 x l-Zügel

Y-Zügel PINOTAPE

2 x Y-Zügel

PINO Fiskars-Schere

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1Das erste Tape legst du mit maximal möglicher Beugung im Kniegelenk an. Miss dafür einen Tapestreifen ab von vorne über die Kniescheibe bis zur Mitte des Oberschenkels. Die Länge des Einschnitts zum I-Zügel sollte ungeführ die Länge des Kniegelenks haben. Runde die Ecken des Tapes ab.

 

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Merke dir, an welchem Punkt die Kniescheibe im gestreckten Zustand liegt (siehe Video). Genau dort legst du die Basis des ersten Tapes mit maximalem Zug auf. Das lange Ende des Zügels läuft entlang des Oberschenkels ohne Zug aus. Die beiden kurzen Enden umrunden die Kniescheibe.

 

3Das zweite Tape wird in 90° Beugung angelegt. Miss den Streifen ab von der Schienbeinkante bis über das Kniegelenk, schneide ihn wieder zum Y-Zügel ein und runde die Ecken ab.

 

4Lege die Basis an der Schienbeinkante an. Die beiden Enden sollen wieder die Kniescheibe von beiden Seiten umfassen.

 

5Zum Abschluss kommt eine Ligamenttechnik zum Einsatz. Dafür sollte das Knie unterlagert werden, sodass eine 20-25° Beugung entsteht. Miss zwei I-Zügel mit ca. 15cm ab, die lang genug sind, um das Knie von beiden Seiten zu umranden. Runde die Ecken ab.

 

6Bei der Ligamenttechnik ist es wichtig, dass du maximalen Zug auf das gesamte Tape bringst. Zieh das Papier dafür jeweils fast bis zum Ende ab und lege das Tape auf der Innenseite des Knies mit maximalem Zug an, sodass du die Kniescheibe nach außen schiebst. Das wiederholst du mit dem zweiten I-Zügel, diesmal an der Außenseite der Kniescheibe, sodass diese fixiert und entlastet wird.

 

Ursachen der Gonarthrose

Die Ursachen und Risikofaktoren für die Entwicklung einer Gonarthrose sind vielfältig. Wichtig zu wissen ist, dass die Kniearthrose im Gegensatz zu akuten Verletzungen nicht von plötzlichen Vorfällen wie Verdrehen, Umknicken oder Gewalteinwirkung kommt. Sie entwickelt sich langsam und ist durch das langsame Zunehmen von Bewegungs- und belastungsabhängigen Schmerzen gekennzeichnet.

 

Die häufigste Ursache ist das Alter, da die Elastizität des Knorpels altersbedingt mit den Jahren abnimmt und die regenerative Fähigkeit des Körpers nachlässt. Daher betrifft die Arthrose am häufigsten Menschen über 60. Bei Über- oder auch Fehlbelastungen können allerdings auch jüngere Menschen betroffen sein. Das kommt beispielsweise bei Profisportlern oder Personen mit Berufen vor, die eine starke Belastung des Kniegelenks mit sich bringen. 

 

Weitere mögliche Ursachen sind:

Gewicht: Ein hohes Körpergewicht verstärkt Belastungen zusätzlich.
Vorherige Verletzungen: Eine Arthrose kann sich oft Jahre nach einer schweren Knieverletzung (z.B. Kreuzbandriss, Meniskusschäden) oder nach Meniskusoperationen entwickeln
Fehlstellungen: O- oder X-Beine führen zu einer ungleichmäßigen Verteilung der Belastung im Kniegelenk, wodurch sich Knorpel auf der Innen- oder Außenseite ebenfalls frühzeitig verschleißen können.
Entzündlicher Rheumatismus: Arthrose kann auch die Folge einer entzündlichen Erkrankung wie Rheuma sein.
Verspannte oder verkürzte Wadenmuskulatur
Gelenkerkrankungen / Stoffwechselstörungen: Dazu zählen chronische Entzündungen oder bestimmte Stoffwechselerkrankungen, die die Knorpelstruktur schädigen.

Symptome bei arthrotischen Veränderungen im Knie

Die Symptome einer Arthrose im Knie entwickeln sich meist langsam und schleichend. Typischerweise beginnen die Schmerzen nach längeren Ruhephasen, wie nach langem Liegen oder Sitzen, und bessern sich oft nach einigen Schritten. Im weiteren Verlauf treten die Schmerzen jedoch auch bei Belastung oder sogar in Ruhe auf. Die Schmerzen können generalisiert im ganzen Kniegelenk auftreten oder spezifisch lokalisiert werden: hinter der Kniescheibe, auf der Innenseite oder Außenseite des Knies oder auch in der Kniekehle.

 

Mit fortschreitendem Knorpelschwund kommt es mehr und mehr zu einer eingeschränkten Beweglichkeit und steifen Gelenken, das Knie lässt sich nicht mehr vollständig beugen oder strecken. Aufgrund der Entzündungen im Gelenk können Schwellungen und ein Gelenkerguss entstehen. Langfristig kann es durch den erhöhten Druck im Gelenk sogar zu Ausstülpungen der Gelenkkapsel in der Kniekehle kommen, bekannt als Baker-Zyste. 

 

Treten die Schmerzen und Beschwerden regelmäßig auf, ist es ratsam, einen Arzt aufzusuchen, um eine detaillierte Diagnose zu erhalten und frühzeitig therapeutische Hilfe in Anspruch nehmen zu können.

Diagnose & Behandlung bei Kniearthrose

Die Diagnose einer Kniearthrose erfolgt in der Regel durch eine Kombination aus Anamnese, körperlicher Untersuchung und bildgebenden Verfahren. Informationen zur Schmerzentwicklung und zum Ausmaß der Bewegungseinschränkung sind hierbei entscheidend. Röntgenbilder können den Knorpelschwund sichtbar machen. Eine Behandlung der Gonarthrose zielt nicht auf Heilung ab, da der Knorpel sich nicht regenerieren kann. Konservative therapeutische Maßnahmen stehen zunächst um Vordergrund und zielen darauf ab, die Schmerzen zu lindern, die Beweglichkeit des Kniegelenks zu erhalten und das Fortschreiten der Krankheit zu verlangsamen.

Konservative (Nicht-operative) Maßnahmen:

Anpassung des Lebensstils und Entlastung

Gewichtsverlust: Ein reduziertes Körpergewicht entlastet das Kniegelenk signifikant
Bewegung (mit geeigneter Belastung): Regelmäßige Bewegung ist wichtig, um die Nährstoffversorgung des verbleibenden Knorpels über die Gelenkflüssigkeit zu gewährleisten. Schonende Sportarten sind Radfahren, Schwimmen oder zügiges Gehen

Physiotherapie & Krafttraining

Gezielte Bewegung und Kräftigung der Muskulatur um das Knie (Oberschenkel- und Wadenmuskulatur) zur besseren Stabilisierung des Gelenks und zur Entlastung
Koordinationsübungen zur Verbesserung der Gelenkführung
Dehnung verkürzter Muskulatur

Medikamentöse und unterstützene Hilfe

Schmerz- und entzündungshemmende Medikamente in Akutphasen
Kortisonspritzen (kurzfristig zur Entzündungshemmung)
Einlagen zur Korrektur von Beinfehlstellungen
Kinesiologie Tape zur Unterstützung des Kniegelenks im Alltag und beim Sport

Operative Behandlung und Langzeitperspektive:

Ist die Arthrose schon zu weit fortgeschritten oder sind die konservativen Möglichkeiten ausgeschöpft, kann langfristig kein Erfolg mehr erzielt werden. Wenn das Ausmaß der Schmerzen und die Einschränkung in der Mobilität zu groß werden, sollte mit dem behandelnden Arzt eine Entscheidung zur Implantation eines künstlichen Kniegelenks getroffen werden. 

Übrigens: Die Kniegelenksabnutzung ist eine der häufigsten Ursachen für den Gelenkersatz.

Arthrose vorbeugen

Viele Maßnahmen, die zur konservativen Behandlung der Arthrose dienen, sind gleichzeitig die besten Mittel zur Vorbeugung. 

Sport & Bewegung
Anstreben des individuellen Normalgewicht
Behandlung von Fehlstellungen in den Füßen/Beinen orthopädische Hilfe oder Physiotherapie
Gelenkfreundliche und ausgewogene Ernährung (entzündungshemmende Lebensmittel und eine ausreichende Versorgung mit Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen
Verzicht auf Rauchen

Fazit zur Arthrose im Knie

Die Kniearthrose ist eine chronische Erkrankung, die eine langfristige und ganzheitliche Strategie erfordert. Konservative Maßnahmen wie Physiotherapie, Krafttraining und die Anpassung des eigenen Lebensstils sind dabei die Basis jeder Behandlung. Denkgem daran: Bei anhaltenden Schmerzen oder Fragen zur Diagnose sollte immer ein Arzt oder Physiotherapeut aufgesucht werden, um die beste individuelle Behandlung sicherzustellen.

*Die Annahme einer Wirkung beruht auf möglichen Tendenzen in Studien, sehr vielen Einzelfallberichten und Erfahrungswerten. Sie gilt nicht als evidenzbasiert. Ebenso ist die Wirkweise bisher rein hypothetisch. Der Einsatz unserer Kinesiologie Tapes und Sporttapes ersetzt keinen Besuch beim Arzt, Physiotherapeuten oder anderen medizinischen Experten.

FAQ

Die Hauptursache ist die degenerative Abnutzung (Verschleiß) des Knorpels, meist altersbedingt. Die natürliche Abnutzung wird beschleunigt durch Faktoren wie Überlastung, Fehlstellungen im Kniegelenk, Verletzungen (z.B. Meniskusschäden) und chronische Entzündungen (z.B. Rheuma), die alle zur Schädigung des Knorpels führen und den Prozess des Knorpelschwunds verstärken.

Der Schmerz bei Gonarthrose ist typischerweise belastungsabhängig und als sogenannter Anlaufschmerz bekannt. Das heißt, er tritt nach längerer Ruhe (morgens oder nach langem Sitzen) auf und bessert sich meist nach einigen Schritten oder Bewegungen. Im fortgeschrittenen Stadium sind die Schmerzen jedoch auch in Ruhe oder nachts vorhanden.

Nein, ist der Knorpel einmal geschädigt oder verschwunden, kann er sich nicht wieder regenerieren oder von selbst vollständig repariert werden. Die Behandlung konzentriert sich daher darauf, den verbleibenden Knorpel zu schützen, die Muskulatur zu stärken und die Symptome (insbesondere die Schmerzen) zu lindern.

Ideal sind gelenkschonende Sportarten wie Schwimmen, Radfahren und Nordic Walking, die die Muskulatur kräftigen, ohne die Gelenke mit Stoßbelastung zu überlasten.

Kinesiotape kann als effektive Hilfe im Rahmen der konservativen Behandlung dienen. Es kann Schmerzen lindern, die Durchblutung verbessern (und damit die Nährstoffversorgung) und bietet eine sensorische Stabilisierung des Kniegelenks.

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