PINOTAPE Anleitung: Achillessehne tapen

Schmerzen an der Achillessehne können nicht nur unangenehm sein, sondern auch die alltägliche Bewegung und sportliche Aktivität erheblich einschränken. Besonders Sportler und aktive Menschen kennen das Problem. Schon kleine Reizungen im Bereich der Achillessehne machen sich beim Laufen, Treppensteigen oder sogar in Ruhe bemerkbar. Eine schonende und zugleich unterstützende Methode zur Behandlung ist das Kinesiologie-Taping. Dafür zeigen wir dir in unserer Videoanleitung wie du die Achillessehne richtig tapen kannst, um Beschwerden zu lindern und die Heilung zu unterstützen. Wir erklären dir, welche Ursachen und Symptome hinter einer Achillessehnenreizung stecken, welche Maßnahmen wirklich helfen und wie eine fachgerechte Tape-Anlage mit dem PINOTAPE Schritt für Schritt funktioniert.

Unsere Tape-Anleitung zur Entlastung der Achillessehne

Produkte, die wir im Video verwenden:

PINOTAPE Therapy black
ab CHF 7.95
PINOTAPE Sport red
ab CHF 7.95
Fiskars® Spezial Schere
ab CHF 23.95
anleitung

Anleitung

Tape-Anlage zur Entlastung der Achillessehne

Benötigt:

l-Zügel Kinesiologie-Tape

1 x l-Zügel

Y-Zügel PINOTAPE

2 x Y-Zügel

PINO Fiskars-Schere

Fiskars Schere

Benötigt:

l-Zügel Kinesiologie-Tape

1 x l-Zügel

Y-Zügel PINOTAPE

2 x Y-Zügel

PINO Fiskars-Schere

Fiskars Schere

1Patient liegt etwas im Überhang auf dem Buch, sodass er den Fuß in Vordehnung bringen kann.

 

2

Messe die Länge des ersten Tape-Streifen für den Gastrocnemius von der Ferse beginnend bis kurz unter das Kniegelenk. Den Tape-Streifen bis auf 5-7cm vor dem Ende einschneiden und die Ecken abrunden.

 

3Die Basis wird mit Zug auf die Ferse und bis zum Anfang der Achillessehne (Tuber calcanei) aufgelegt. Den Rest lässt du ohne Zug zur Kniekehle hin auslaufen. Einen Teil des Zügels lässt du lateral der Achillessehne in Richtung Außenseite verlaufen, der zweite Teil des Zügels läuft parallell dazu auf der Innenseite.

 

4Der zweite Y-Zügel ist für den Musculus soleus. Für diesen misst du einen Tape-Streifen oberhalb der Achillessehne bis unterhalb der Kniekehle aus und schneidest ihn wieder bis kurz vor dem Ende ein. Runde die Ecken ab. Zur Entlastung legst du die Basis mit leichtem Zug auf und lässt den Rest ohne Zug in Richtung Kniekehle auslaufen.

 

5Zur Entlastung der Strukturen, die am meisten gereizt sind, brauchst du nun einen kleinen I-Zügel und rundest die Ecken hab. Diesen legst du mit maximalem Zug auf der Affektion an. Wichtig: das Tape faltenfrei anbringen, um Reibungsstellen in Schuhen zu vermeiden.

 

Die Achillessehne und ihre Funktion

Die Achillessehne ist die längste und stärkste Sehne im menschlichen Körper. Sie verbindet das untere Ende der Wadenmuskulatur (Gastrocnemius und Soleus) mit dem Fersenbein (Calcaneus) und spielt eine entscheidende Rolle bei jeder Bewegung, die eine Abrollbewegung des Fußes erfordert. Sie ist dafür verantwortlich, die Kraft der Wadenmuskulatur auf den Fuß zu übertragen und ermöglicht so Bewegungen wie Stehen, Gehen, Laufen, Treppensteigen oder Springen. Außerdem federt sie einen großen Teil unseres Körpergewichts ab und wird daher besonders stark beansprucht. Je mehr Gewicht und je intensiver die Bewegung, desto größer sind die Kräfte, die auf die Achillessehne wirken. Gerade bei sportlich aktiven Menschen ist diese Sehne hohen Belastungen ausgesetzt, was sie anfällig für Reizungen und Verletzungen macht.

Welche Ursachen können Beschwerden an der Achillessehne haben?

Für Beschwerden an der Achillessehne gibt es viele verschiedene Ursachen. Häufig sind es Überbelastung und Fehlbelastung, die das Sehnengewebe überfordern. Besonders Sportarten mit hohen Sprung- und Laufbelastungen wie Mittel- und Langstreckenlauf, Tennis, Fußball oder Ballett können die Achillessehne strapazieren. Aber auch Freizeitsportler sind gefährdet, vor allem, wenn sie nach längerer Pause zu schnell wieder intensiv trainieren.

 

Zu den häufigsten Ursachen zählen:

Überbeanspruchung durch Sport (z. B. Langstreckenlauf, Ballsportarten, Ballett)
Fehlerhafte Trainingsplanung: zu schnelle Steigerung der Intensität, fehlende Regeneration
Falsches Schuhwerk: mangelnde Dämpfung oder Stabilität
Fußfehlstellungen: X-Beine, O-Beine oder unterschiedliche Beinlängen
Verspannte oder verkürzte Wadenmuskulatur
Verfilzte Faszien in der Wade
Unzureichendes Aufwärmen oder Dehnen
Probleme mit der Wirbelsäule oder Hüftschiefstand

Mit zunehmendem Alter nimmt die Elastizität der Sehne ab und das Risiko einer Reizung der Achillessehne steigt.

Diagnosen für die Achillessehne

Eine genaue Diagnose bei Beschwerden an der Achillessehne wird in der Regel durch eine klinische Untersuchung und bildgebende Verfahren wie Ultraschall oder MRT gestellt. Dabei kann geprüft werden, ob es sich um eine akute Überlastung, eine chronische Degeneration oder eine strukturelle Verletzung handelt.

 

Eine Achillessehnenreizung (Tendopathie) beschreibt dabei eine Überlastungsreaktion, bei der die Sehne gereizt und verdickt sein kann. Eine Achillessehnenentzündung (Tendinitis) geht mit entzündlichen Prozessen einher, oft begleitet von Schwellung, Rötung und Wärmegefühl. Eine Achillobursitis ist eine Schleimbeutelentzündung in der Nähe der Sehne, die ebenfalls Schmerzen im Bereich der Ferse verursacht. Ein operativer Eingriff mit gezielten Rehabilitationsmaßnahmen ist meist erst dann erforderlich, wenn es sich um schwerwiegende Verletzungen wie Teilrupturen oder komplette Risse der Achillessehne handelt.

Symptome bei Reizungen und Verletzungen an der Achillessehne

Eine gereizte Achillessehne macht sich typischerweise durch Schmerzen entlang der Sehne oder direkt an der Ferse bemerkbar. Zunächst treten die Beschwerden oft nur bei Belastung auf, zum Beispiel beim Laufen oder Springen. In späteren Stadien können sie auch im Ruhezustand spürbar sein. Häufige Beschwerden können sein:

Druckschmerz entlang der Achillessehne
Schwellung und Rötung
Erwärmung des Gewebes
Steifheitsgefühl, besonders morgens nach dem Aufstehen
eingeschränkte Beweglichkeit im Sprunggelenk
belastungsabhängige Schmerzen, die bei Aktivität zunehmen

Chronische Achillessehnenbeschwerden können über Wochen oder Monate anhalten und die sportliche Aktivität erheblich einschränken.

Therapie & Behandlung für Beschwerden an der Achillessehne

Die Behandlung einer Achillessehnenreizung erfolgt in Phasen. Wichtig ist, frühzeitig Maßnahmen zu ergreifen, um eine Verschlimmerung zu verhindern. In der Akutphase stehen daher bewusste Ruhe, Schonung und Schmerzlinderung bspw. durch Kühlen im Vordergrund. Sobald die Schmerzen abklingen, kann die Sehne wieder sanft belastet werden, um die Heilung zu fördern. Unterstützende Maßnahmen sind gepolsterte Einlagen und Bandagen.

 

In der Rehabilitationsphase kommen manuelle Therapie sowie physiotherapeutische Übungen wie dynamische Dehnübungen, exzentrisches Wadenmuskeltraining und Faszienmassagen hinzu. In hartnäckigen Fällen kann auch eine Stoßwellentherapie eine Möglichkeit zur Behandlung der Achillessehne und der umliegenden Strukturen bieten. Bei einem Riss der Achillessehne ist in vielen Fällen nach einer Operation auch eine intensiver Physiotherapie mit einem schrittweisen Belastungsaufbau notwendig. Wichtig ist dabei die gezielte Belastungssteuerung und Anpassung des Trainingsplans.

 

Eine unterstützende Maßnahme kann das Tapen mit Kinesiologie-Tape sein. Es kann die Sehne entlasten und Schmerzen reduzieren. Kinesiologisches Tape wie das PINOTAPE wirkt nicht wie eine starre Bandage. Es kann die Muskulatur und Sehnen stabilisieren, ohne die Beweglichkeit einzuschränken.

Achillessehnenbeschwerden vorbeugen

Mit einigen gezielten Maßnahmen kannst du deine Achillessehne schützen und das Risiko für Überlastungen bereits im Vornherein deutlich senken. Dazu gehört:

Regelmäßiges Aufwärmen und Dehnen der Wadenmuskulatur vor sportlicher Belastung
Geeignetes Schuhwerk wählen – abgestimmt auf deine Sportart und Fußform
Trainingsintensität langsam steigern und nicht sprunghaft erhöhen
Genügend Ruhephasen und Regeneration einplanen
Faszientraining mit der Rolle durchführen, um Verklebungen zu lösen
Ergänzendes Krafttraining für die Waden, z. B. Fersenheben oder Zehenwippen
Abwechslung im Training, um einseitige Belastungen zu vermeiden

*Die Annahme einer Wirkung beruht auf möglichen Tendenzen in Studien, sehr vielen Einzelfallberichten und Erfahrungswerten. Sie gilt nicht als evidenzbasiert. Ebenso ist die Wirkweise bisher rein hypothetisch. Der Einsatz unserer Kinesiologie Tapes und Sporttapes ersetzt keinen Besuch beim Arzt, Physiotherapeuten oder anderen medizinischen Experten.

FAQ

Typische Symptome sind u. a. Schmerzen im hinteren Fersenbereich, die besonders morgens nach dem Aufstehen oder nach sportlicher Belastung auftreten. Häufig kommt es auch zu einer Schwellung oder Überwärmung in diesem Bereich.

Zu den häufigsten Ursachen gehören Überlastung, etwa durch intensives Lauftraining, Fehlstellungen des Fußes, ungeeignetes Schuhwerk, eine verkürzte Wadenmuskulatur sowie altersbedingte oder degenerative Veränderungen.

Kinesiologie-Tape kann die Achillessehne stabilisieren, die Durchblutung fördern und Schmerzen lindern. Es unterstützt die natürliche Beweglichkeit und kann die Heilung beschleunigen.

Die Dauer der Heilung hängt vom Schweregrad der Verletzung ab. Leichte Reizungen klingen oft innerhalb weniger Tage bis Wochen ab, während chronische Entzündungen mehrere Monate in Anspruch nehmen können.

Regelmäßiges Dehnen der Wadenmuskulatur, eine langsame Steigerung der Trainingsintensität, geeignetes Schuhwerk und das Vermeiden von Überlastung oder Fehlbelastung tragen dazu bei, Beschwerden vorzubeugen.

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